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  • Holger Freese

Ofenaktion beim Bildwerk Frauenau

Am vergangenen Wochenende hatte unser Verein die gesamte Glasmacherwerkstatt des Bildwerkes Frauenau gemietet, um mit zwei Glasmachern aus unseren Reihen Rohlinge für unsere Veredler zu produzieren, nachdem diese zunehmend über "Nachschub-schwierigkeiten" klagten. Nun, die Aktion war ein voller Erfolg. Trotz der großen Hitze fanden sich auch einige Zaungäste aus der Glasszene ein und es waren auch für die Zuschauer zwei spannende Tage. Hier ein paar Eindrücke von dem munteren Glasmacher-Völkchen.



Im Laufe des Tages fanden sich viele Neugierige ein, die die bestens bekannten Glasmacher beobachteten (um ggf. gleich zuschlagen zu können?) Der Vorraum im Freien war bei der Hitze ideale Ruhezone für einen gepflegten Ratsch.



Drinnen herrschten knackige Zusatzgrade an Temperatur, was aber einen routinierten Glasmacher nicht in seiner Schaffenskraft beeinträchtigen kann! Hier Hans Auerbeck "in action".



Mit der traumwandlerischen Routine eines erfahrenen Bixlmachers wurde Glasl um Glasl produziert, hier z.B. ein Farbglas in dunklem Alexandrit. Gefragtes Rohmaterial für den Schleifer!



Daneben gab der Hans den staunenden Mitgliedern auch gerne Auskünfte



Die richtige Bearbeitung des Kragens ist eine hohe Kunst und A&O für ein gelungenes Bixl!



Derweil verschwand draußen so manche Prise in den Nasen der Sammlerfreunde



Glasveredler wie Hans Breu brachten auch persönliche Wünsche für die Gestaltung ein, damit das Glas auch sicher für die Weiterverarbeitung taugt.



Auch Torsten Rötzsch vom Bildwerk Frauenau und neuer Glasmacher an der Glasfachschule legte Hand an. Hier versucht er sich an einem Mehrfachüberfang.



Gut besucht war am Abend auch die Vernissage von Erwin Schmierer in seiner Galerie gravur-pur.



Zahlreiche Tabakgläser der Extraklasse standen zum Erwerb.



Dann am Sonntag: Torsten Rötzsch zeigte uns seine Art der Reticello-Technik, bei der zwei einzeln gefertigte Zylinder ineinander gestülpt werden (in Zwiesel werden die beiden Schichten hingegen hintereinander aufgerollt).



Das Ergebnis konnte jedenfalls überzeugen.



Am Sonntag griff dann auch noch "Neurentner" Alois Saller in das Ofengeschehen ein - es war für ihn das erste Mal seit Monaten, dass er die Pfeife in die Hand nahm!



Doch gelernt ist gelernt und so wurden auch gleich noch Fadenbänder gezogen!


Was waren das für spannende Tage in der Ofenhalle. Wiederholung garantiert, denn allen hat es viel Spaß gemacht!



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